Enteneintopf

Ich weiß nicht wie es passieren konnte…

Eigentlich wollte ich einen ehrlichen, guten, ja gutbürgerlichen Enten-Sonntagsbraten fabrizieren… Nunja, irgend eine Abzweigung habe ich nicht gutbürgerlich genug genommen. Zumindest scheint es so, denn das Endprodukt ist – wie die Überschrift schon sagt – ein Enteneintopf geworden!

Vielleicht liegt es nur daran, dass ich Eintöpfe einfach liebe?! 🙂 Es ist mir schon ein Hochgenuss, meinen Bräter aus dem Schrank zu nehmen und auf den Herd zu stellen. Ich liebe das gute Stück! Oder es liegt daran, dass ich mich noch heute dagegen wehre so richtig wirklich erwachsen zu werden? Und Sonntags-Entenbraten bedeuten für mich einfach den Inbegriff des Erwachsenseins!  Ich weiß es nicht. Vielleicht versuche ich es nächstes Jahr noch einmal, dieses bleibe ich bei den Eintopfvarianten. 🙂 Außerdem muss der riesige Vorteil erwähnt werden, damit auch Ihr dem Rezept etwas abgewinnen könnt: Der Ofen bleibt blitzesauber – ja geradezu und absolut unbenutzt! 😉

 

Genug der Vorrede. Hier nun also das Rezept für meinen Enteneintopf:

 

Die Ente mit etwas Bratfett in dem (superduper) Bräter  mit

ca. 200 g gewürfeltem Schinkenspeck

1-2 großen gewürfelten Gemüsezwiebeln (ich vertrage Gemüsezwiebeln besser als „normale“)

und 2-3 Zehen fein gewürfeltem Knoblauch anbraten.

 

Mit einem halben Liter leckerem Weißwein und guter Brühe ablöschen, dabei versuchen dem anderen halben Liter zu widerstehen!

Mit Thymian, Majoran, Bärlauch (im Moment gibt es frischen!) und Pfeffer würzen und auf kleinster Flamme (so dass es gerade eben köchelt) je nach Größe der Ente 2-3 Stunden zart gar kochen lassen. Während dieser Zeit zum Kaffee zu Muttern fahren und feststellen, dass sie gerade gutbürgerliche Ente brät!!! …zum Essen derer man standardmäßig gekämmt am Tisch zu erscheinen hat. Zottelig wieder nach Hause fahren. 🙂

Ca. 1,5 bis 2 kg Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden,

Ca. 0,5 kg Äpfel schälen und würfeln.

 

Die Ente aus dem Topf nehmen, die Kartoffeln und Äpfel hinein geben und gar kochen lassen.

Das Entenfleisch von den Knochen lösen und klein „rupfen“ oder schneiden, wieder hinzu geben.

 

Ein Glas Preiselbeermarmelade (oder ähnlich) dazu geben…. Hmmjamjam nun wird es lansam!

Mit Curry, Sahne und obigen Gewürzen abschmecken (ohne sich dabei schon satt zu essen!!!!)

Fertig!

Jetzt das letzte Gläschen aus der Weinflasche in zwei kleinste Gläser aufteilen (irgendwie ist der Rest beim Schälen verschwunden?!) und zum Essen servieren. 🙂 „Nein, mehr wollen wir nicht trinken, Schatz. Alkohol ist ungesund!“ 😉

Guten Appetit und Prost!